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Liebe Gemeinde,
während einer Reise saß ich kürzlich am Abend in einem Gastzimmer. Dabei stieß ich in meiner Bibel auf das „Gleichnis vom Senfkorn“ (Matthäus 13, 31):
„Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mensch auf seinen Acker säte; es ist das kleinste unter allen Samen- körnern; wenn es aber gewachsen ist, überragt es alle anderen Pflanzen und wird zu einem Baum, in dessen Zweigen die Vögel Nester bauen.“
Ein Bild. In diesem Bild sagt Jesus nichts Geringeres als dies: Was immer sich dem Evangelium entgegenstellt – Einwände, Vorbehalte, Widerstände – es wird wachsen. Gut zu wissen!
Zum ersten Mal aber fiel mir auf: Jesus will nicht, dass die Sache mit Gott einfach nur wächst, um groß zu sein. Sondern? Das Reich Gottes, dazu gehört auch unsere Gemeinde, soll so für die Menschen da sein, wie ein Baum für nistende Vögel. In ihm finden sie Zuflucht und Heimat. Dazu ist der Baum im Gleichnis bestimmt. Dazu wächst auch das Reich Gottes.
Darum gilt dieses Gleichnis auch uns und unserer Gemeinde: Wir sollen da sein für Menschen, die der Herr zu uns führt. Damit sie sich zu Hause fühlen – wie Vögel, die in einem Baum ihr Nest bauen...
Herzlichst,
Reinhard Rupp
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