Andacht

zum April

Liebe Gemeinde,


während einer Reise saß ich kürzlich
am Abend in einem Gastzimmer.
Dabei stieß ich in meiner Bibel auf das
„Gleichnis vom Senfkorn“ (Matthäus 13, 31):

„Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem
Senfkorn, das ein Mensch auf seinen Acker
säte; es ist das kleinste unter allen Samen-
körnern; wenn es aber gewachsen ist,
überragt es alle anderen Pflanzen und
wird zu einem Baum, in dessen Zweigen
die Vögel Nester bauen.“

Ein Bild. In diesem Bild sagt Jesus nichts
Geringeres als dies: Was immer sich dem
Evangelium entgegenstellt – Einwände,
Vorbehalte, Widerstände – es wird wachsen.
Gut zu wissen!

Zum ersten Mal aber fiel mir auf: Jesus will
nicht, dass die Sache mit Gott einfach nur
wächst, um groß zu sein. Sondern? Das Reich
Gottes, dazu gehört auch unsere Gemeinde,
soll so für die Menschen da sein, wie ein Baum
für nistende Vögel. In ihm finden sie Zuflucht
und Heimat. Dazu ist der Baum im Gleichnis
bestimmt. Dazu wächst auch das Reich Gottes.

Darum gilt dieses Gleichnis auch uns
und unserer Gemeinde: Wir sollen da sein
für Menschen, die der Herr zu uns führt.
Damit sie sich zu Hause fühlen – wie Vögel,
die in einem Baum ihr Nest bauen...

Herzlichst,


Reinhard Rupp

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