Andacht

zum November

Die Abkürzung ist der längste Weg

Alles braucht seine Zeit! Auch unser geistliches Wachstum braucht viel Zeit. Paulus schreibt davon in 1. Korinther 3, 1+2:

“Als ich bei euch war, konnte ich nicht so mit euch reden, wie ich es mit Menschen, die im Glauben gewachsen sind, getan hätte. Ich musste mit euch reden, als wärt ihr kleine Kinder im Glauben. Ich musste euch mit Milch ernähren, statt mit fester Nahrung, die ihr noch nicht vertragen hättet.“

Wenn wir nicht erkennen, dass es bei einem Christen, also auch bei dir und mir, verschiedene Phasen des Wachstums gibt, bekommen wir Probleme.

Auch ein Apfelbaum braucht ausreichende Zeit um heranzuwachsen, ehe seine Äste das Gewicht einer reifen Frucht tragen können. Gott versteht einen solchen Entwicklungsprozess, er hat ihn erfunden. Er benutzt die Zeit. Doch wir Menschen möchten die Dinge oft beschleunigen.

„Obwohl Jesus der ewige Sohn Gottes war, lernte er doch durch sein Leiden, gehorsam zu sein. Auf diese Weise machte Gott ihn vollkommen und er wurde der Retter für alle, die ihm gehorchen.“ Hebr. 5, 8+9

Wenn wir versuchen den kürzesten Weg zu nehmen, dann brauchen wir oft länger als wenn wir gleich den längsten Weg gewählt hätten.

Wenn wir Menschen so sehr darauf drängen, etwas „jetzt“ haben wollen, werden wir oft später dafür bezahlen. Unser geistliches Wachstum braucht Zeit. Oft kommt es mit der Zeit zu einer Veränderung, ohne das wir genau wissen, wie das geschehen ist.

Ich wünsche einem jeden von uns, dass wir uns einlassen können, auf die im ersten Moment länger erscheinenden Wege Gottes und dass Abkürzungen mehr und mehr den Reiz in unserem Leben verlieren.

Eure Corina

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