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Advent, Advent…?
„Adventisten?“, so fragte mich kürzlich ein
Gesprächspartner, „haben die ihre Kirchensaison
denn nur vier Wochen im Jahr, im Advent?
Was machen sie in der übrigen Zeit des Jahres?“
Advent - der Wortlaut kann missverständlich sein.
Wichtiger ist der Inhalt, unabhängig davon,
um welchen Advent es sich handelt.
Der Advent, von dem sich unser Name ableitet,
das sind nicht die vier Wochen, bevor das Jahr
zu Ende geht. Zu allen Zeiten dachten die war-
tenden Nachfolger an den wiederkommenden
Herrn, wenn vom Advent die Rede war.
Der Advent, der dieser stillen Jahreszeit ihren
Namen gibt, erinnert auch an Leute, die
gewartet haben. Sie erwarteten die Ankunft des
Retters, von den Propheten vieler Generationen
im Namen Gottes angekündigt. Als er endlich
kam, erfüllte sich die Hoffnung ihres Lebens.
Manchmal wurde gestritten, ob jener erste
Advent für uns heute noch Bedeutung habe.
Schade! Dies wäre ein müßiger Streit.
Im Advent der Menschwerdung von Jesus
Christus löste Gott seine Zusagen ein. Das lässt
uns zuversichtlich glauben, dass er dies auch
tun wird im Advent seiner Wiederkunft.
Beides zu verbinden, dazu ermutigt uns
Gottes Wort. Nicht nur in den vier Wochen,
bevor das Jahr zu Ende geht.
Reinhard Rupp |