Ich vergesse, was dahinten ist,
und strecke mich aus nach dem,
was da vorne ist… Philipper 3,13
Das ist ein gutes Wort, wirst Du sagen. Aber
eine positive Meinung hilft uns solange nicht,
wie wir sie nicht mit Leben erfüllen.
Und da scheint unser Text von der Art zu sein,
von der Mark Twain sagt: „Mir bereiten nicht
die unverständlichen Bibelstellen Bauchweh,
sondern diejenigen, die ich verstehe.“
Ich habe keine persönliche Erklärung von Twain
zu diesem Wort. Aber ich könnte mir denken,
dass es ihm zu schaffen machte, viel zu wissen
und zu verstehen und doch so selten
nach dieser Erkenntnis zu handeln.
Lenken uns nicht immer wieder die Rand-
erscheinungen unseres Lebens ab, ganz
zu schweigen von unserer Vergangenheit,
angefüllt mit Erfolgen und Versagen?
Besonders Schuld, unsere eigne und auch
die Schuld anderer, die uns getroffen hat,
klebt wie Pech an uns, raubt uns Kraft,
verbaut uns den Durchblick.
Die Gottesmänner empfehlen uns: bereuen
und bekennen und die Schuld vergeben lassen.
Es gibt keine andere befriedende Lösung.
Und danach vergiss, was war; halte Dich nicht
daran fest. Gott schenkt Dir mit der Vergebung
einen Neuanfang. Das erlaubt Dir, unverwandt
nach vorn zu blicken und Dich auf das Ziel
einzustellen, das Gott Dir gesetzt hat, ein Ziel,
das Du wirklich erreichen kannst. An Ausrüstung auf
dem Weg brauchst zu nichts anderes als volles
Vertrauen zu unserem Herrn Jesus.
Dann schaue auf und strecke Dich aus nach
dem, was da vorne ist.
Wilfried Potkewitz
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