Adventgemeinde Ulm
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   Montag, 06.Sep.2010
Auf dieser Seite sind die wichtigsten und zentralen Glaubenspunkte ein wenig zusammengefasst.
 Adventisten, "auf einen Blick".

Was glauben sie?

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten teilt mit allen Christen den Glauben an Jesus Christus. Er ist die Mitte ihres Lebens. Und wir glauben, daß es wichtig ist, das Evangelium, die Nachricht von der Errettung, allen Menschen zu bringen.

Jesus Christus

ist unser Herr und Erlöser. Mitte unseres Glaubens und Lebens ist nicht ein Buch oder ein System von Lehren, sondern der gegenwärtige, lebendige Jesus Christus. Er lebt von Ewigkeit her gemeinsam mit Gott, dem Vater. Um uns zu retten, wurde er Mensch. Er lebte unter uns, starb am Kreuz, stand am dritten Tag von den Toten auf und kehrte in die himmlische Welt zurück. Dort wirkt er als Fürsprecher und Anwalt der Menschen. So errettete er uns und versöhnte uns ein für allemal mit Gott (Johannes 3, 16. 17).

Die Zukunft

dieser Welt liegt in seiner Hand. Jesus Christus selbst und jene, die ihn bezeugten, haben immer wieder betont, daß er wiederkommen werde. Sie sagten bestimmte Zeichen voraus, die auf das Ende der Welt weisen (Matthäus 24; 2. Timotheus 3,1-5). Diese Voraussagen erfüllen sich vor unseren Augen. Dabei betonen Adventisten nicht das Weltende, sondern den wiederkommenden Jesus Christus; nicht das Ende, sondern die Vollendung; nicht die Angst, sondern die Hoffnung. Wir glauben dem Zeugnis des Neuen Testaments, daß Jesus Christus persönlich, sichtbar und für alle Menschen gleichzeitig wiederkommen wird. Wir wissen nicht, wann das sein wird, wir glauben aber, daß es bald ist (Offenbarung 1, 7; 1. Thessalonicher 4, 16. 17).

Die Auferstehung

ist mit der Wiederkunft von Jesus Christus aufs Engste verbunden. Wenn er kommt, wird nicht nur die Welt vollendet, sondern auch wer an ihn glaubt, wird in der Auferstehung neu geschaffen. Damit ist Gottes Absicht verwirklicht: Neue Menschen sollen auf einer neuen Erde leben (Johannes 5, 28. 29).

 

Die Bibel

enthält alles Wissenswerte über Jesus Christus und die Erlösung. Schon das Alte Testament sagt sein Kommen voraus; das Neue Testament zeugt von dem, was er gesagt und getan hat. In der Bibel erfahren wir, wer Jesus Christus wirklich ist. So ist sie als das von Gott eingegebene (inspirierte) Wort die einzige Grundlage für den Glauben und das Leben (2. Petrus 1, 21).

Die Taufe

steht am Beginn eines neuen Lebens mit Christus. Zunächst wird jemand über den Inhalt des Glaubens unterrichtet; er erkennt, daß er Jesus Christus braucht; er wird sich Jesus zuwenden, der sein Leben ändert. Schließlich bekennt der Mensch seine Entscheidung für ihn in der Taufe.
 Die Taufe hat eine tiefe Bedeutung: wie Jesus Christus starb und am dritten Tag auferstand, so wird ein Mensch beim Untertauchen ins Wasser "begraben", und er steht zu einem neuen Leben mit Jesus Christus auf (Römer 6, 3-7). Deshalb werden nach dem Zeugnis des Neuen Testaments Menschen durch Untertauchen getauft, wenn sie Jesus Christus erkennen, sein Wort annehmen und an ihn glauben.  

Die Zehn Gebote

sind von Jesus in der Bergpredigt erklärt und vertieft worden. Das Halten der Gebote kann uns nicht erretten. Aber wer Jesus Christus nachfolgt, wer als Christ leben will, für den sind sie ewige, unabänderliche Maßstäbe seines Handelns; sie sagen uns, was recht und unrecht ist. Die Kraft aber, das Böse zu lassen und das Gute zu tun, gibt uns Gott durch Christus und durch den Heiligen Geist (1. Johannes 5, 2-4).

Der siebente Tag

ist der Ruhetag (hebräisch: Sabbat). Wir leben heute in einer Welt der Hektik, der Ruhelosigkeit, der kräftezehrenden Leistung. Gott hat von Anfang an für uns Menschen an jedem siebenten Tag einen Ruhepunkt gesetzt, an dem wir nicht arbeiten sollen, den Sabbat. Gott schenkte und verordnete uns diesen Tag, an dem wir zur Ruhe kommen, Einkehr halten bei uns selbst, an dem wir Gott begegnen und an dem wir auch Zeit haben für unsere Mitmenschen. Indem wir den von Gott gesegneten siebenten Tag, den Samstag, feiern, erkennen wir Gott als Schöpfer an (1 . Mose 2, 1-3, 2. Mose 20 8-11 ) und folgen dem Beispiel, das Jesus und die Apostel selbst gegeben haben (Lukas 4, 16; Matthäus 24, 20; Apostelgeschichte 18, 4. 11).

Woher kommen die Adventisten?

Am Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Europa und den Vereinigten Staaten religiöse Bewegungen, in denen Menschen zu einem persönlichen Glauben an Jesus Christus kamen. Eine dieser Bewegungen war die "Große Erweckung" um 1840. Eine besondere Rolle spielte dabei der Glaube, daß Jesus Christus bald wiederkommen werde. In Deutschland z. B. berechnete der Prälat Albrecht Bengel die Wiederkunft für das Jahr 1836, in den USA erwartete der Baptisten-Pastor William Miller sie für das Jahr 1844.

Jesus Christus kam nicht wieder, die Gläubigen waren tief enttäuscht und vielfachem Spott ausgesetzt. Die "Große Erweckung" brach zusammen.

Dennoch blieb eine Gruppe von Gläubigen übrig, die die Erkenntnisse der "Großen Erweckung" nicht einfach verwarf, sondern kritisch sichtete. Sie organisierte sich 1863 als Freikirche und gab sich den Namen  Siebenten-Tags-Adventisten .

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben nie ein Datum für die Wiederkunft Christi errechnet, aber sie folgten zugleich der Aufforderung von Jesus, jederzeit auf ihn zu warten. Sie achten auf die prophetischen Aussagen der Heiligen Schrift und deuteten sie für die Gegenwart.

Die Siebenten-Tags-Adventisten verstehen sich darüber hinaus als Erben der Reformation. Sie anerkennen wie alle Protestanten nur die Heilige Schrift als Grundlage für ihren Glauben. Mit diesem Grundsatz machen sie ernst. Einerseits wurden Lehren ausgeschieden, die aus nichtchristlichen Quellen in die christliche Kirche eingedrungen waren. Zum anderen aber wurden biblische Lehren wiederentdeckt, die in der langen und verworrenen Kirchengeschichte vergessen worden waren.

Die Siebenten-Tags-Adventisten sehen sich als reformatorische Endzeitgemeinde, deren Mitte Jesus Christus ist. Sie bilden eine weltweit organisierte Gemeinde mit einer  gesunden finanziellen Grundlage, die sie vom Staat unabhängig macht.


Wie leben die Adventisten?

Christliches Leben
umfaßt den ganzen Menschen und alle Bereiche des Daseins. Deshalb betonen Siebenten-Tags-Adventisten eine Lebensführung, die sich an der Bibel orientiert.

Wir freuen uns über das Leben, das Gott uns schenkt. Wir leben weder asketisch noch ausschweifend. Wir glauben, daß wir eine Verantwortung haben für uns selbst und für andere. So meiden wir z. B. alle Rausch- und Genussgifte. Wir setzen uns auch dafür ein, Menschen von Alkohol, Nikotin und anderen zerstörenden Bindungen zu befreien. Denn Jesus Christus hat uns nicht erlöst, damit wir wieder unfrei werden.

Adventisten sind freigebig. Wir hoffen nicht nur auf eine neue Erde, wir kennen auch unsere gesellschaftliche Verantwortung heute.

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir glauben, daß ein Christ nicht Gewalt anwenden darf, um ungerechte Verhältnisse zu verändern. Unglück und Leid soll er durch die Kraft der Liebe bekämpfen. Dazu dient ein gut entwickeltes Wohlfahrtswerk, das soziale Hilfe leistet, ebenso wie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA).

Alle sozialen Bemühungen bleiben letztlich ohne Erfolg, wenn die Menschen egoistisch sind. Darum bemühen wir uns in eigenen Schulen um eine ganzheitliche Erziehung.

Ganzheitliche Erziehung

Wir bemühen uns in eigenen Schulen um eine ganzheitliche Erziehung für Kinder und Jugendliche, um sie für ein christliches Leben vorzubereiten. Wir glauben, daß sich junge Menschen ganzheitlich entwickeln sollen, damit sich alle Kräfte und Fähigkeiten harmonisch entfalten können- physisch, psychisch, sozial, geistig und spirituell.

Wie Jesus Christus sich besonders der Kranken annahm, so sehen auch wir die Hilfe für kranke und leidende Menschen als wesentlich an. Krankenhäuser, Sanatorien, Kliniken und Sanitätsstationen der Siebenten- Tags-Adventisten auf der ganzen Welt sind Ausdruck dieser Verantwortung. Überhaupt glauben wir: Heilung und Heil sind eng verbunden.

Fakten / Statistik

  Inhalt
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